Krippenneubau größte Investition des Jahres
Schwafördens Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker im Gespräch mit der WOCHENPOST
Schwaförden (hb). Die herausragenden Ereignisse des Jahres 2011 in der Samtgemeinde Schwaförden sowie die zu erwartenden Entwicklungen beleuchtet Samtgemeindebürgermeister Helmut Denker im Gespräch mit der WOCHENPOST.
DIE WOCHENPOST: Herr Denker, was war für die Samtgemeinde Schwaförden besonders bemerkenswert im vergangenen Jahr?
Helmut Denker: Wir haben die Sporthalle und den Hort an der Grundschule Scholen und damit für die Kinder eine Menge geschaffen. Mit einer Investition von rund 1,2 Millionen Euro haben wir so die schulische Situation am Vormittag und die Betreuung der Kinder am Nachmittag verbessert. Die Halle erweitert die sportlichen Möglichkeiten, denn bislang mussten die Kinder für den Sportunterricht nach Schwaförden oder Ehrenburg fahren. So sparen wir Wege, Zeit und Geld.
DIE WOCHENPOST: Gab es weitere Investitionen?
Helmut Denker: Wir haben in die Sicherheit investiert und ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 für die Ortswehr Sudwalde beschafft. Das war eine nicht unerhebliche Investition für den Brandschutz in Höhe von gut 190.000 Euro. In Ehrenburg hatten wir zudem die Unterstützung eines privaten Investors vor Augen, der sich um das Haus Schmalförden 12 gekümmert hat. Dort ist die Zweitarztpraxis nun seit fast einem Jahr in Betrieb, und wir hoffen auf weiteren Zuspruch. Mit der finanziellen Unterstützung dort haben wir nach langer Vakanz die hausärztliche Versorgung sichergestellt; es ist überhaupt eine Aufgabe der Samtgemeinde und der Mitgliedsgemeinden, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten und zu verbessern.
DIE WOCHENPOST: Welche Veränderungen hat es darüber hinaus noch gegeben?
Helmut Denker: Wir haben uns mit der Neuvergabe des Konzessionsvertrags auseinandergesetzt, aber wir haben es letztendlich zu einem guten Ergebnis geführt. Im Herbst gab es schließlich noch die Kommunalwahlen, die auch einige Veränderungen gebracht haben. Aufgrund der sinkenden Einwohnerzahlen gibt es auf Samtgemeinderatsebene nur noch 19 statt bisher 21 Mandatsträger, wodurch sich Verschiebungen ergeben haben.
DIE WOCHENPOST: Vor welchen Aufgaben steht die Samtgemeinde im neuen Jahr?
Helmut Denker: Wir haben einen großen Brocken vor Augen mit dem Neubau einer Krippe in Schwaförden. Ab 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf Krippenplätze; bisher haben wir die Betreuung über Tagesmütter sichergestellt, aber nun müssen wir auch Krippenplätze vorhalten. Der Neubau ist ein erster Schritt, mit dem wir 30 Plätze in zwei Gruppen bekommen, und er soll in der Nähe des Kindergartens entstehen, was zum Beispiel den Personaleinsatz vereinfacht. Der Bauantrag ist gestellt und die entsprechenden Beschlüsse sind gefasst. Wir hoffen aus Bundes- und Landesmitteln auf einen Zuschuss von rund 200.000 Euro, insgesamt sind 685.000 Euro veranschlagt. Das wird die größte Investition in diesem Jahr. Wir hoffen, dass wir das zügig umsetzen können und wir den nötigen Zuspruch haben werden. Es ist ein Projekt für die gesamte Samtgemeinde und soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.
DIE WOCHENPOST: Was ist darüber hinaus noch geplant?
Helmut Denker: In Sudwalde wollen wir Flächen für die gewerbliche Nutzung darstellen. Wir haben dort zwei heimische Betriebe, die umsiedeln beziehungsweise sich neu darstellen möchten. Hier sind wir gerne Ansprechpartner für die Betriebe und helfen, wenn es Bedarf gibt. Daneben stehen noch Maßnahmen an im ländlichen Wegebau, und die Dorferneuerung in Affinghausen und Sudwalde wird fortgesetzt.
DIE WOCHENPOST: Herr Denker, welche Wünsche haben Sie für sich und die Samtgemeinde für das neue Jahr?
Helmut Denker: Wie in den Jahren zuvor auch wünsche ich allen Gesundheit und Zufriedenheit.